Dieser Artikel ist Teil 2 von 2 der Serie Digital Home

Das war eine recht nahe liegende Entscheidung Multiroom Audio als erstes umzusetzen. Bei uns ist der Radio Empfang ziemlich mies, zwar bekomme ich meinen Lieblingssender Radio21 empfangen aber das Signal ist so schwach das ich permanent an der Minianlage im Esszimmer die Frequenz nachregeln muss. Durch die neue Raumaufteilung seit dem Umzug fehlen eigentlich auch Empfangsgeräte im Haus. Außerdem möchte ich meine CDs nicht durchs ganze Haus tragen und eigentlich auch die Sammlung an MP3s die ich bei Amazon gekauft habe überall nutzen. Also muss ich eh irgendwie Geld in die Hand nehmen um das zu verbessern.

Multiroom AudioNachdem ich diese Überlegung hatte war Schritt 2 auch klar. Wenn ich eh mit Netzwerkgeräten hantieren werde könnten die doch auch gleich Spotify und Amazon Prime Musik wiedergeben. Das Erstere habe ich eh im Abo und das Zweite ist in meiner Prime Mitgliedschaft mit drin, also mit auf die Anforderungsliste.

Bluetooth ist keine Alternative für mich da ich ja nicht alleine wohne das gäbe nur ein Hickhack wer sich jetzt auf den Bluetooth Audio Adapter verbinden darf und ein permanentes Neu-Pairing gemache weil es keine Geräte gibt die 4 Verbindungen (Tendenz steigend) gleichzeitig können. Außerdem geht der Lösung der angesprochene WAF ab.

Die letzte Überlegung für eine Digital Home Audio Lösung die ich angestellt habe war folgende: Unser Erdgeschoss besteht quasi nur aus einem L-Förmigen Raum der Wohnzimmer, Esszimmer und Küche beherbergt. Wenn ich in jedem dieser 3 Bereiche ein Empfangsgerat habe wäre das Optimum wenn die Ausgabe der Geräte sich so synchronisieren ließe das man keinen Versatz oder Echo hört.

Anforderungsliste

  • Wiedergabe von MP3 und FLAC aus dem Netz
  • Wiedergabe von LiveStreams (Internetradio)
  • Wiedergabe von Podcasts
  • Wiedergabe von Spotify
  • Wiedergabe von Amazon Prime Musik
  • Freihstehende Geräte mit eigenem Lautsprecher
  • Geräte mit Anschluss an die Stereoanlage
  • Synchronisierung der Ausgabe über mehrer Geräte
  • geplante Orte:
    • Wohnzimmer
    • Esszimmer
    • Küche
    • Schlafzimmer (evtl. auch als Wecker)
    • Badezimmer (Badewanne ohne Musik geht nicht 😉 )
    • Büro
    • Salon (unser Lese-, Musik- und (Gesellschaftsspielzimmer im Keller)
    • (optional) Kinderzimmer 1 und 2
    • (optional) Terasse / Garten
  • Bedienung über Smartphone / Tablet
  • Bedienung über Touchscreen an der Wand
  • API zur Bedienung per Software
  • sehr hoher WAF
  • sehr günstig zu bekommen
  • Hersteller unabhängig

Die letzten Punkte sind noch so im Laufe der Zeit hinzu gekommen bei der Überlegung wie das Ganze am Ende bedient werden soll. Wenn ich mich schon beschwere das es keine zentrale Oberfläche für alle Lösungen gibt dann muss ich es schon besser machen wenn ich es selber mache.

Damit habe ich meine Eckpunkte zusammen und komme zu Phase 2 meiner Überlegungen.

Technische Umsetzungsalternativen

Spätestens bei dem Punkt „Synchronisierung der Ausgabe über mehrer Geräte“ bedeutet das „Multiroom Audio“. Also habe ich mich mal auf die Suche nach den Möglichkeiten ein Multiroom Audio System umzusetzen gemacht.

Fertigen Lösungen

Sonos-ProductsAls Erstes gibt es die Möglichkeit des AirPlay Multiroom. Ein AirPlay Wiedergabegerät bedient einfach mehrere (WLAN)Lautsprecher. Das bedeutet aber das ich mich an einen Hersteller binde und nur das Umsetzen kann was er entwickelt. Außerdem hat diese Lösung den Nachteil das es keinen dedizierten Player mit der Möglichkeit der Fernbedienung gibt sondern eigentlich immer direkt vom iPad oder iPhone gestreamt wird. Das könnte man zwar mit einem Mediaserver von Laxone verbessern aber über 2.00,00 € nur für den Mediaserver ist, zumindest mir, zu viel.

Natürlich gibt eine ganze Latte an Herstellern von Multiroom Lösungen. Angefangen bei den Komplettsystemen von Teufel Raumfeld oder Sonos, die aber in meinen Augen sowohl an einigen Stellen meine Wünsche nicht umsetzen können (ich möchte nicht vom Handy Streamen sondern nur Bedienen) als auch Preislich absolut außerhalb des Bereichs sind den ich gewillt bin zu bezahlen. Natürlich gibt es auch Lösungen von Bang & Olufsen oder Bose, die sicherlich qualitativ sehr Hochwertig sind aber eben preislich den Rahmen sprengen. Außerdem sind die Systeme nur unter erheblichem Aufwand mit Geräten anderer Hersteller zu kombinieren bzw. gehen nur lizensierte Geräte, was den Preis auch nicht wirklich drückt. Oder es sind nur AirPlay Lautsprecher mit allen Nachteilen.

Chromecast-2015Etwas günstiger ist zum Beispiel die Wireless Multiroom Audio Lösung von Samsung oder Philips. Aber auch diese Geräte haben keinen eigenen Player und sind nur „Wlan Lautsprecher“ und basieren auf AirPlay. Selbst Google spielt mit dem Chromecast Audio mit einem eigenen Protokoll mit, was die Kompatibilität nicht verbessert.

Dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit einen guten AV-Receiver der mehrere Audio Zonen kann zu kaufen. Preislich charmant, einfache Bedienung und viel Mehrwert. Es gibt sogar Geräte die direkt Spotify können (und nicht nur Spotify Connect). Warum ist das also nicht die Lösung meines Problems? Ich müsste Kabel verlegen, durch das ganze Haus. Somit geht der WAF gegen Null, also weiter suchen.

Klar wenn man nach Multiroom Audio sucht stolpert man sehr schnell über die Systeme wie sie im Einzelhandel und der Gastronomie eingesetzt werden oder bei den elektroakustischen Anlagen wie sie in Schulen verwendet werden. Aber das ist technisch an meinen Wünschen vorbei und preislich ebenfalls ganz weit weg.

So habe ich eine ganze Weile das Internet durchforstet und dachte schon das ich mit meinen Ansprüchen jenseits dessen bin was realisierbar ist. Letztendlich habe ich aber noch eine Lösung gefunden die genau das alles umsetzt was ich auf meiner Liste hatte und sogar noch ein bisschen mehr.

Die Lösung

Wenn du auch schon mal nach einem Multiroom Audio System gesucht hast wirst du spätestens an dieser Stelle anmerken das ich noch einen Hersteller bei meiner Betrachtung vergessen habe, nämlich Logitech mit den Squeezebox Geräten. Stimmt, den hatte ich auch eine ganze Weile nicht auf dem Schirm weil die Geräte ja nicht mehr hergestellt werden, also scheinbar uninteressant war.

Warum das nicht der Fall ist dazu mehr im Teil 3 der Serie Digital Home.

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